Modern Vocal Pedagogy

Nothing like a bad cold a full-blown case of the flu to make a singer feel useless. Well, let’s at least talk about singing then. Eine Erkältung Grippe reicht aus, dass sich Sänger nutzlos fühlen. Nun, dann lasst uns wenigstens über singen reden.

This video clip of of a 2005 interview with the late tenor Jerry Hadley came to my attention the other day. Hadley has many good things to say here, and some of it is not particularly flattering to the education of singers in America. Without slamming teachers, he makes the argument that the advances of “modern vocal pedagogy” have taken the art of singing “out of its natural environment, which is the theater, which is the opera house, the concert hall, and we have put it into the hands of well-meaning academics, who generally have no frame of reference.”
He also argues that young singers have been actively discouraged from listening to recordings of the great singers of the last century, or of listening to other singers in general. They are “taught to be critical but not taught to be discerning”.

Dieser Videoclip aus dem Jahr 2005 von einem Interview mit dem verstorbenen Tenor Jerry Hadley kam, hat meinen Aufmerksamkeit gewonnen. Hadley hat viele gute Dinge zu sagen, und einiges davon ist nicht besonders schmeichelhaft für die Ausbildung der Sängerinnen und Sänger in Amerika. Ohne den Lehrer das direkt vorzuwerfen, argumentiert er, dass die Fortschritte der modernen Gesangspädagogik die Kunst des Singens aus seiner natürlichen Umgebung, dem Theater, der Oper oder der Konzerthalle herausgenommen, und in die Hände wohlmeinender Akademiker gelegt haben, die in der Regel keine Referenzrahmen haben. Er argumentiert auch, dass die jungen Sängerinnen und Sänger das Hören von Aufnahmen der großen Sänger des letzten Jahrhunderts, oder Gesangsaufnahmen im Allgemeinen aktiv entmutigt wurden. Sie lernen kritisch, aber nicht wahrnehmend zu sein.

This video is 9 years old, which is not all that far back. Are Hadley’s statements true? Do they mostly pertain to American voice programs, or internationally? Dieses Video ist 9 Jahre alt, es liegt also nicht allzu weit zurück. Sind Hadleys Aussagen wahr? Beziehen sie sich vorwiegend auf die amerikanische Gesangsausbildung oder gelten sie auch international?

In my university years, I was first encouraged to acquaint myself with past greats at the grad-school level. My teacher at Eastman, John Malloy, sent me on research trips to the listening library to hear Giulietta Simeonato, Ebe Stignani. I had never heard of either of them! (He also sent me to the main library on the University of Rochester campus, to find out who Ganymede was. Before the internet, one had to get to a encyclopedia.)
Beyond them, however, I don’t recall being encouraged to really listen to then-active, successful mezzos. There seems to have been a general theory that singing students should not listen, lest they try to copy, but I can no longer say if this was actually the case. I know that I rarely listened to Marilyn Horne or Frederica von Stade, or even to Brigitte Fassbaender, although I had the LP of her “Hänsel und Gretel” with Cotrubas. In this atmosphere, yes, we really did become arrogant and critical of other singers, without being able to say why or even what we wished to do differently. We did rely very heavily on what our teachers told us. (We had no choice, actually. If a teacher found out that you were “seeing” someone else, feathers would fly, which, as a teacher now, I do understand but cannot condone.)
In meiner Studienzeit war ich erst beim Magisterstudium aufgefordert, mich vergangen Größen aus des Meisterschule auseinaderzusetzen.. Mein Lehrer bei Eastman , John Malloy, schickte mich auf Forschungsreisen in die Bibliothek, um Giulietta Simeonato , Ebe Stignani zu hören. Ich hatte zuvor noch nie eine von ihnen gehört! (Er schickte mir auch der Hauptbibliothek auf dem Campus der Universität von Rochester, um herauszufinden, wer Ganymed war. Vor dem Internet musste man zu einer Enzyklopädie zu erhalten.)
Darüber hinaus, kann ich mich aber nicht erinnern ermutigt worden zu sein die damals aktive erfolgreiche Mezzosopranistinnen zu hören. Es scheint eine allgemeine Theorie, dass Gesangsstudenten Gesang nicht hören sollen, damit sie nicht versuchen zu kopieren, aber ich kann nicht mehr sagen, ob dies tatsächlich der Fall ist . Ich weiß, dass ich selten Marilyn Horne oder Frederica von Stade , oder auch Brigitte Fassbaender hörte, obwohl ich die LP von Fassbaenders ” Hänsel und Gretel” mit Cotrubas hatte. In dieser Atmosphäre, wurden wir wirklich arrogant und kritisch anderer Sänger gegenüber, doch unfähig zu sagen, warum oder sogar, was wir anders machen wollte. Wir haben uns sehr auf das verlassen, was unsere Lehrer uns gesagt haben. (Wir hatten keine Wahl, eigentlich. Wenn ein Lehrer festgestellt, dass Sie einem anderen Gesangslehrer “siehst”, wären die Federn geflogen, was ich jetzt als Lehrerin verstehe aber nicht billigen kann.)

I honestly can’t say what one has to do in America to launch an opera career. It seems to require just the right mix of talent, public charisma, the right schools, a voice that fits one’s physical type, good health, exposure, financial stability independent of your career, and a manager who’s willing to work for you. I honestly don’t know how people do it over there. I maintain that I really learned to sing on the stage by singing on the stage — “learning by doing” — in European opera houses. This requires time to learn, however, and many American opera houses don’t allow or cannot afford to allow for that time.
Ich kann ehrlich nicht sagen, was man in Amerika tun muss, um eine Opernkarriere zu starten. Es scheint genau die richtige Mischung aus Talent , öffentlicher Ausstrahlung, richtigen Schulen, einer Stimme die zum körperliche Typ passt, gute Gesundheit, PR, finanzielle Stabilität unabhängig von Ihrer Karriere, und einem Manager, der bereit ist,  für Sie zu arbeiten zu sein. Ich weiß ehrlich nicht, wie die Menschen es dort machen. Ich behaupte , dass ich wirklich auf der Bühne zu singen durch auf der Bühne singen gelernt habe – “learning by doing ” – in den europäischen Opernhäusern. Dies erfordert Zeit, zu lernen, die sich viele amerikanische Opernhäuser nicht erlauben oder nicht leisten können.

Back to listening to other singers: Hadley talks about the recordings of other singers but does not mention going to hear singers live on the opera stage. Of course many young voice students don’t have the option to do this, except when a big name stops by their university. Many don’t study near professional opera houses, they work or rehearse in the evenings, and can’t exactly afford a trip to the city and opera tickets. The Met cinema broadcasts are a step in the right directions. (I hope there are student discounts for them.)
Zurück zum Hören, anderer Sänger: Hadley spricht über die Aufnahmen von anderen Sängern aber nicht erwähnt wird das Hören von Sängern live auf der Opernbühne. Natürlich haben viele junge Gesangsschüler nicht die Möglichkeit dazu, außer, wenn ein Gesangsgröße sich in der Universität aufhält. Viele studieren nicht in der Nähe von professioneller Opernhäuser, sie arbeiten oder proben in den Abendstunden , und können sich Ausflug in die Stadt und Opernkarten nicht leisten. Die Met -Kino -Übertragungen sind ein Schritt in die richtige Richtung. (Ich hoffe, es gibt Ermäßigungen für Studenten für sie.)

I met Jerry Hadley once, leaving my voice teacher’s studio in Manhattan as I was coming in for a lesson. We were introduced and exchanged a few words, he gave me some advice to never take on roles that I felt were too big for me, and that when pressured by others to do anything about which I disagreed, a good response is “Thank you, I’ll keep that in mind.” He was still at the top of his game then, an international star.
But 15 years later — and just two years after the interview above was recorded — he was battling career difficulties, divorce, bankruptcy, and depression. He took his life in 2007..

An entertainer’s life is fraught with subtle dangers, as almost no one takes the pain seriously (“But, you’re so good! You do what you love! How can you be unhappy?”) until it’s far too late. We need to remember people like Jerry when we read about singers (of any genre) cancelling performances due to exhaustion or illness. The pressure on them is so great these days, and the media is so quick to mock them for it.
Ich traf Jerry Hadley einmal, als ich zur Gesangsstunde kam und er gerade das Studio meinem Gesangslehrer in Manhattan verließ. Wir wurden vorgestellt und haben ein paar Worte gewechselt; er gab mir Ratschläge, nie Rollen anzunehmen, von denen ich fühlte, sie wären zu groß, und dass, wenn von ich anderen unter Druck gesetzt werde, etwas zu tun , mit dem ich nicht einverstanden bin, eine gute Antwort “Danke, Ich werde das im Auge behalten” ist.  Er war damals immer noch an der Spitze des Spiels, ein Weltstar .
Aber 15 Jahre später – nur zwei Jahre nach der Aufzeichnung des Interviews, bekam er mit seine Karriere ein Knick, und er mit Scheidung, Konkurs, und Depressionen zu kämpfen. Er nahm sich im Jahr 2007 das Leben.

Das Leben eines Bühnenkünstlers ist voller subtilen Gefahren, da fast niemand den Schmerz ernst nimmt ( “Aber Du bist gut! Du hast so ein tollen Beruf! Wie kann man da unglücklich sein?”) , bis es viel zu spät ist. Wir müssen uns an Menschen wie Jerry erinnern, wenn wir über die Sängerinnen und Sänger ( aller Genres ) lesen, die wegen Erschöpfung oder Krankheit absagen. Der Druck auf sie ist so groß in diesen Tagen, und die Medien sind schnell dabei, sie zu verspotten.

(This is going to lead to a post about the general disintegration of the Fach system, I think. But that’s for another day, when I’m feeling a little better. Dies wird zu einem Beitrag über den allgemeinen Zerfall des „Fach Systems“ führen, denke ich. Aber das ist für einen anderen Tag, wenn ich mich ein wenig besser fühle.)

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