Five Views of Old Innsbruck 1496-1750

DürerIBKSouth
The Beau found a postcard in an old book, with this image of a painting by Albrecht Dürer. It shows the inner courtyard of the Hofburg in Innsbruck, or the “Hof der Burg”. I was immediately curious.
Because: you look at this and think, “Yeah, pretty, I guess. Long time ago.” I look at this and think, hang on, where was that crenellated wall? What’s there now? Can I stand in the same place? Will I recognize it when I see it?
Some searching revealed that the painter (and viewer) are looking south, and that another Dürer painting of the same courtyard exists, this time facing north. Neither view even remotely resembles what one sees when one looks into the large courtyard of the Hofburg today.
Mein Freund fand eine Postkarte mit dem Gemälde von Albrecht Dürer in einem alten Buch. Es zeigt den Innenhof der Hofburg in Innsbruck, oder der ” Hof der Burg ” – und das machte mich neugierig.
Denn, als ich das sah dachte ich: ” Ja, das ist ziemlich, vermute ich, lange her” und „Moment mal, wo war das zinnenbewehrten Mauer? Was ist da heute noch vorhanden? Kann ich an der gleichen Stelle heute noch stehen? Kann ich es erkennen, wenn ich es sehe?“
Nachforschungen ergaben, dass Maler (und Betrachter) nach Süden schauen und dass ein anderes Dürergemälde des gleichen Hofs mit Blickrichtung nach Norden existiert.
Keine der beiden Ansichten ähnelt auch nur entfernt dem, was man heute im großen Innenhof der Hofburg sieht.

Hofburg Nord
So, let’s take these two Dürer paintings and hold them up alongside his third Innsbruck painting, View of Innsbruck with Patscherkofel (mountain in the background), or, alternately, Innsbruck from the North. Also, nehmen wir diese beiden Dürer Gemälde und halten sie über sein drittes Innsbrucker Bild, der „Ansicht von Innsbruck mit Patscherkofel“ (Berg im Hintergrund), bzw. „Innsbruck aus dem Norden“.

durer-innsbruck

This watercolor painting, whatever its name, is pretty awesome, mainly because Dürer takes the Inn River and makes it into a lagoon, similar to Venice. In fact I think I see a gondola there on the water, no? Did Dürer forget where he was? Dieses Aquarell, wie auch immer es heißt, ist ziemlich genial, vor allem, weil Dürer den Inn zu einer Lagune macht, ähnlich wie Venedig. Tatsächlich meine ich eine Gondel auf dem Wasser zu erkennen, nicht wahr? Hat Dürer vergessen, wo er war?

But no, it’s Innsbruck. This site (g) maintains that one can recognise the fortress’s tower, under scaffolding (as it would have been in 1496). The mountains, too, are local features. At first I took the snowy peak between the towers to be the Serles, but on second thought he may have meant the pointy Glungezer, with the rounded-off Patscherkofel just to its right. The white wall with the notches may be the same wall  in the first image (seen from the back on the right).
Aber nein, es ist Innsbruck. Diese Website) ermöglicht den Festungsturm unter Gerüst zu erkennen, (wie es im Jahre 1496 gewesen sein ). Die Berge entsprechend ihrer Eigenheiten herausgearbeitet. Zuerst nahm ich and die schneebedeckten Gipfel zwischen den Türmen seien der Serles, aber tatsächlich ist das die dem Glungezer vor gelagerte Sonnenspitze, mit der abgerundeten Patscherkofel zur Rechten. Der weiße Wand mit den Schießscharten könnte die gleichen Wand wie im ersten Bild (von hinten rechts gesehen ) sein.

Statt_Inspruck_(Merian)
Here is a slightly later view (Matthäus Merian, Martin Zeiller: Topographia Provinciarum Austriacarum, 3. Ausgabe, Frankfurt am Main 1679) The Inn is depicted as considerably narrower, almost like a tubing ride at a waterpark, but I have to assume that the city itself has been portrayed more or less accurately. And now the Stadtturm is more prominent with its new “Zwiebelhelm mit Laterne” (onion-helmet with lantern, added in 1560).
Hier ist ein etwas später Ansicht (Matthäus Merian, Martin Zeiller, Topographia Provinciarum Austriacarum , 3 Ausgabe , Frankfurt am Main 1679 ) Der Inn ist deutlich schmaler dargestellt, fast wie ein Schlauchrutsche im Wasserpark, aber ich muss annehmen, dass die Stadt selbst mehr oder weniger genau dargestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt ist der Stadtturm mit seinem 1560 dazugebauten Zwiebelhelm mit Laterne etwas markanter.

IBKSketch
And here we have a copy of a sketch by one F.B. Werner, from 1750. (I photographed it off a friend’s wall, the reflection was unavoidable.) One sees that all the towers have been redone in the 250 years since Dürer painted here. My notched wall is gone, it seems. (Or maybe Dürer had taken artistic liberties?) The Wappenturm is still there, however, identifiable by it’s pyramid-shaped top above columns, just in front of the polar-bear-face facade of the Hofkirche. This tower stood (still stands) on the southeast corner of the Hofburg, with a portal which leads into Hofgasse. When the facade at Rennweg was completely renovated (1767-70), a second tower was built on the northeast corner, and both were made symmetrically round.
Und hier haben wir eine Kopie einer Skizze von einem F.B. Werner, von 1750. (Ich fotografierte sie an der Wand eines Freundes, die Reflexion war unvermeidlich.) Man sieht, dass alle Türme in den 250 Jahren, seit Dürer sie malte, erneuert worden sind. Meine Schießschartenwand (Stadtmauer — ed.) ist weg, es scheint. (Oder vielleicht hatte Dürer sich künstlerische Freiheiten genommen?) Der Wappenturm ist noch immer da, erkennbar durch seine pyramidenförmige Spitze auf Säulen (Eckerker — ed.), gerade vor der Fassade der Hofkirche mit dem Eisbärengesicht. Dieser Turm stand (und steht noch) an der südöstlichen Ecke der Hofburg, mit einem Portal, das in die Hofgasse führt. Bei der kompletten Renovierung der Fassade am Rennweg ( 1767 bis 1770 ) , wurde ein zweiter Turm an der nordöstlichen Ecke gebaut, und beide wurden symmetrisch rund gemacht.

We live in an old, medieval city, but in fact much has changed over time, even through the middle ages. Wir leben in einem alten, mittelalterlichen Stadt , aber in Wirklichkeit viel hat sich im Laufe der Zeit auch durch die Mittelalter verändert.

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