Where Is Your Community? / Wo ist Deine Gemeinschaft?

My summer reading included Dmitri Orlov’s Five Stages of Collapse. Orlov argues that certain kinds of communities will fare better in a post-collapse world, and that these are not necessarily the communities we see as successful today. Sure, the Amish, but also the Roma, or cloisters, or any other small-knit group where there is clearly a small, easily identifiable “us” versus a larger world of “them” (I imagine provinces with dialect-speaking inhabitants would fare better than the melting pots of large cities.)

Meine Leselektüre im Sommer war u.a. Dimitir Orlovs „Fünf Stadien des Zusammenbruchs“. Orlov argumentiert, dass bestimmte Arten von Gemeinschaften in einer Welt nach dem Zusammenbruch besser vorankämen, und dass das nicht zwingender Weise die Gemeinschaften wäre, die heute erfolgreich sind. Sicher Gruppen, wie Amische, Roma, Klöster oder jede andere kleinmaßstäbliche Gruppe innerhalb der ein kleinen klar definiertes und abgegrenztes „wir“ gegen den Rest der Welt möglich ist (Ich denke mir, dass Provinzen mit Dialektsprechenden Einwohnern sich besser bewähren als die Schmelztiegel großer Städte)

After I finished the book I got to thinking — is this what today’s white-supremacy groups are after? Because, if you are a plain old white North American, what other kind of community can you establish? You have no cliquey religious traditions, no special language that sets your kind apart. If you don’t have enough imagination for living among a group of people whose talents and merits earn your trust, then you would probably go for the easiest divider, race.

Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe, dachte ich – ist es das, was heutige weiße “Übermenschen” Gruppen verfolgen? Welche andere Art von Gemeinschaft könnte man bilden, wenn man ein einfacher, alter, weiße Nordamerikaner ist? Keine eingeschworenen religiösen Traditionen und keine eigene Sprache, die die eigene Art kennzeichnet, ist hier vorhanden. Wenn man nicht genug Vorstellungsvermögen hat in einer Gemeinschaft zu leben, auf deren Fähigkeiten man vertraut, würde man vermutlich dem kleinsten gemeinsamen Nenner, der Rasse folgen.

I wonder if some of the subjects in this  New York Times article have been reading Orlov.

He gave the community’s run-down former meat locker and creamery to the National Socialist Movement. Jeff Schoep, the movement’s leader, said he was unsure how easy it would be for people, in a tough economy, to pack up and head to Leith. But he said he thought it was a fantastic idea to establish a community for white nationalists so they could have a safe place to land in a crisis — say, a civil war.

Ich frage mich, ob einige der Personen in diesem New York Times Artikel Orlov gelesen haben.

Er gab den das heruntergekommen Gebäude des ehemaligen Lebensmittellagers der Gemeinde der nationalsozialistischen Bewegung. (wörtl. Fleischlager und Molkerei: könnte einem Genossenschaftsgebäude entsprechen). Jeff Schoep, der Führer der Bewegung, sagte, das er sich nicht im klaren war, wie leicht es für Leute in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen wäre, zusammenzupacken und nach Leith zu ziehen. Aber er sagte, es war seinern Meinung nach eine phantastische Idee, eine Gemeinde mit weißen Nationalisten zu gründen, um sich einen sicheren Platz in der Krise zu schaffen – z.B. in einem Bürgerkrieg.

(“Race war” is what he means. These people are all just itching for one, it seems, but they haven’t been able to get the “other side” to cooperate.) One hopes that Orlov is not going to suffer becoming the Neo-NS’ Nietzsche.

Er meint “Rassenkrieg”. Solche Leute streben nach so einem Krieg, sie brachten nur bisher die “andere Seite” nicht dazu zusammenzuarbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass Orlov nicht die Verwandlung in einen Neo-Nazi-Nietzche erleidet.

Me, I’m going to hope that my Tirolean friends will be taking me in, assuming I won’t be part of the first wave of die-offs in the event of an actual collapse of any kind.   In the meantime I may have to learn some actual skill, like making moonshine or basic herbal medicine. (The acting skills will come in handy, though!)

Ich hoffe dass meinen Tiroler Freunde mich aufnehmen werden, wobei ich davon ausgehe, dass ich nicht unter den ersten Opfern eines wie auch immer gearteten Zusammenbruchs bin. Derweil könnte ich meinen Fähigkeiten verbessern, wie z.B. (schwarz)gebrandter Schnaps oder einfache Kräuterheilmittel herstellen lernen. (Die schauspielerischen Fähigkeiten werden sich dann auch als nützlich erweisen…)

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